Team Diskurs Niederrhein Raumstation Dagmar Nieke

Kinder sind unsere Passion

Aus diesem Grund beschäftigen wir und seit 2015 mit vielen Themen rund um die Pädagogik. Im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzung stehen kindliche Interaktionen und eine kindgerechte Kommunikation. Unsere Herangehensweise basiert auf wissenschaftlichen Theorien und einem direkten Praxisbezug. 

Um dies zu gewährleisten, setzt sich das Team von Diskurs Niederrhein aus Mitarbeiter*innen unterschiedlichster Professionen zusammen. Für unsere Arbeit nutzen wir die Expertise von Kindheits- und Medienpädagog*innen, Erziehungsberater*innen und Erzieher*innen ebenso, wie das Fachwissen aus der Biologie, Physik und der Mediengestaltung. In diesem interdisziplinären Umfeld entstehen kreative Fort- und Weiterbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte.

Im Zentrum unserer Konzepte steht die Haltung zum Kind und die Einhaltung der Kinderrechte. Dafür steht das Team von Diskurs Niederrhein.

Dagmar W. Nieke

Kindheits- und Medienpädagogin M.A.

Durch meine Tätigkeit als Kursleiterin für Kinder mit Adipositas bekam ich die Gelegenheit in der Pilotstudie des Interventionsprojektes des Willibald-Gebhardt-Instituts GkGK „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ mitzuarbeiten. Dabei ging es um die körperliche und motorische Entwicklung von Grundschulkindern. Ich erlebte hier Kinder in ihrer ganzen Vielfalt, bekam Einblicke in ihre Lebenswelt und auch in ihr soziales Umfeld.

Wieder waren es die Kinder, die mir zeigten, wie aktiv sie an ihrer Entwicklung arbeiten möchten, wenn die Erwachsenen in ihrer Umgebung ihnen die Möglichkeit dazu geben. Mit Freude beobachtete ich, mit welcher Kraft sie ihre Potenziale entfalteten, wenn ihr Handeln bemerkt wurde und ihre Persönlichkeit Wertschätzung erfuhr. Um diese praktischen Erfahrungen auch aus einer theoretisch-wissenschaftlichen Perspektive zu ergründen, begann ich 2012 das Studium der Kindheitspädagogik an der Hochschule Rhein-Waal in Kleve. Überzeugt vom Gedanken inklusiver Pädagogik forschte ich im Rahmen meiner Bachelorarbeit zu Interaktionsprozessen von Kindern in inklusiven Kindergruppen.

Im Mittelpunkt meiner Forschung stand ein Kind mit der Diagnose Infantile Zerebralparese. Das Kind, das ich hier kennenlernen durfte, konnte sich mit Hilfe einer rollenden Gehhilfe fortbewegen, es konnte sich mithilfe eines Sprachcomputers verständigen und es konnte mit anderen Kindern Interaktionsprozesse gestalten. Es konnte sich aus eigener Kraft entwickeln, da es sich in einem Umfeld befand, das es begleitete und Impulse lieferte. Seit 2016 lehre ich an der Hochschule Rhein-Waal im Studiengang Kindheitspädagogik und beschäftige mich auch dort mit kindlichen Entwicklungsprozessen und der Rolle, die die Pädagog*innen in diesem Prozess einnehmen. Ihre Haltung zum Kind erweist sich als bedeutend für das pädagogische Handeln. Mit den Auswirkungen digitaler Medien auf kindliche Entwicklungs- und Interaktionsprozesse befasste ich mich in meiner Masterarbeit im Jahr 2020.

Die Relevanz des Themas zeigte sich dann in der aktuellen Corona-Krise. Dabei ging es zum einen um die Kompetenzen der Kinder und der pädagogischen Fachkräfte im Umgang mit den Neuen Medien, zum anderen aber zeigte sich auch hier, welche Bedeutung dem sozialen Umgang aller Beteiligten miteinander zukam. Den Kindern fehlte die Schule als Ort sozialer Begegnung. Obwohl die Kinder nicht zur vulnerablen Gruppe in der Pandemie gehören, treffen die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus die Kinder besonders. Ich erlebe die Kinder als Leidtragende der Situation. Sie werden nicht gehört, nicht partizipiert an Entscheidungen, die sie betreffen. Stattdessen befolgen sie die Regeln der Erwachsenen, mit verheerenden Auswirkungen für ihre Entwicklung. Sie unterdrücken permanent ihre Bedürfnisse, ihren Wunsch nach sozialen Kontakten. In der öffentlichen Diskussion geht es um verpasste Bildungsgelegenheiten und um die Betreuungsmisere der arbeitenden Eltern. Aber wie sieht es mit den Sorgen und Ängsten der Kinder aus? Warum werden die Kinder nicht gehört?

Seit 2020 forsche ich auf dem Feld der Beteiligung von Kindern an allen ihren Belangen. Konkret beschäftige ich mich mit der Kinderperspektive in Corona-Zeiten. Die Kinderperspektive einzubeziehen, die Kinder zu partizipieren an den aktuellen Maßnahmen, sie zu beachten und ihnen Raum für eine ihnen zustehende Entwicklungsmöglichkeit zu verschaffen, darum geht es mir! Ihre Stärke, ihre Sensibilität, ihre unbändige Neugier und ihr unvoreingenommenes Vertrauen in die Welt dürfen ihnen nicht genommen werden. Darauf haben sie ein Recht! Das ist das Abenteuer der Kindheit, dafür stehe ich

Dagmar Nieke Unterschrift
Dagmar Nieke
  • Seit 2021 als Kindheitspädagogin beim Caritasverband Kleve in der Erziehungsberatungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien tätig. 
  • 2021 Freiberufliche Fortbildnerin Kinderperspektivenansatz
    „Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln“
  • 2020 Masterabschluss „e-Education Medienpädagogik“ an der Fernuniversität Hagen
  • 2017 bis 2019 Schulsozialarbeiterin im Multiprofessionellen Team Bezirksregierung NRW
  • 2016 Ausbildung zum MarteMeo Practitioner
  • 2016 Bachelorabschluss „Kindheitspädagogik“ Hochschule Rhein-Waal mit staatlicher anerkannte Kindheitspädagogin
  • Seit 2016 Dozentin im Studiengang Kindheitspädagogik in den Modulen Grundlagen der Didaktik; Philosophie des Lernens; Pädagogische Beobachtung; Videographie; MAXQDA – Computerbasierte Datenanalyse; Schulsozialarbeit; Philosophieren mit Kindern; und Inklusion Sprache & Literacy
  • 2010-2012 Seminarleitung GKgK „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ Projekt der Ruhruniversität Bochum
  • 2010 Kursleiterin Kinder mit Adipositas

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